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Rechtsschutz: Finanzielle Absicherung im Ernstfall

Rechtsberatung - Rechtsanwalt mit ParagrafDie Rechtsschutzversicherung gehört neben der privaten Haftpflicht- und der Hausratversicherung zum wichtigsten Vorsorgeschutz in einem privaten Haushalt. Sie schützt den Inhaber der Police und seine Familie vor unkalkulierbaren finanziellen Risiken im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Allerdings existieren zum Teil erhebliche Unterschiede bei der Prämiengestaltung und dem Leistungsumfang bei einzelnen Anbietern.

Unterschiede herausfiltern mithilfe von Testberichten
Vor dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung muss die Frage nach dem benötigten Leistungsumfang gestellt werden. Die persönlichen Lebensumstände und die berufliche Situation spielen dabei eine entscheidende Rolle. Im Anschluss sollten die Angebote einzelner Versicherungsgesellschaften bezüglich der Prämiengestaltung genau unter die Lupe genommen werden. Unentschlossene können dabei
auf einen Rechtsschutzversicherung Test vertrauen, den die Stiftung Warentest in regelmäßigen Abständen durchführt. In der letzten Untersuchung wurde dabei 54 Tarife verschiedener Anbieter genauer beleuchtet und hinsichtlich des Leistungspaketes bewertet. Das Ergebnis überraschte positiv. Insgesamt 25 Tarife erhielten das Testurteil „gut“ und 28 Tarife wurden mit dem Prädikat „befriedigend“ versehen. Der Test bietet eine wertvolle Hilfestellung und interessierte Personen können auf dieser Grundlage
die beste Rechtsschutzversicherung abschließen.

Die Auswahl einzelner Bausteine
Rechtsschutzversicherungen werden in der Regel nach dem Baukastenprinzip zusammengestellt. Verschiedene Schutzmechanismen werden miteinander kombiniert und zu einem Paket zusammengestellt. Die häufigste Kombination in deutschen Privathaushalten schließt den Privat-, Arbeits- und Verkehrsrechtsschutz ein. Ein Baustein, der für Eigenheimbesitzer irrelevant ist, für Mieter jedoch zu einem entscheidenden Schutz werden kann, ist der Mietrechtsschutz. Dieser Baustein der Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten, die aus rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem Vermieter resultieren. Kommt dieser beispielsweise seinen vertraglichen Verpflichtungen zur Instandhaltung der Wohnung nicht nach, kann der Mieter ohne zusätzliche Kosten seine Forderungen oder eine Mietminderung vor Gericht durchsetzen. Für bestimmte Berufsgruppen gibt es darüber hinaus Sonderformen der Rechtsschutzversicherung. Selbstständige und Unternehmer kommen in den seltensten Fällen ohne einen Vertragsrechtsschutz aus.

Fristen vor Inanspruchnahme beachten
Generell erfolgt der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung unter der Voraussetzung, dass bestimmte Fristen vor der Inanspruchnahme vom Versicherungsnehmer eingehalten werden. Für ein zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses bereits laufendes Verfahren werden die Kosten in der Regel nicht übernommen. Darüber hinaus gilt bei nahezu allen Anbietern eine mehrmonatige Wartefrist, bevor die Leistungen aus der Rechtsschutzversicherung in Anspruch genommen werden können. Auf diese Weise wollen die Assekuranzen den missbräuchlichen Abschluss einer Versicherung ausschließen. Die Höhe der Prämie hängt von verschiedenen Faktoren ab. Viele Versicherer bieten ihren Kunden eine Paketlösung an, die bereits mehrere private und berufliche Felder abdeckt. Oft erstreckt sich der Versicherungsschutz automatisch auf alle im Haushalt lebenden Mitglieder. Detaillierte Informationen dazu müssen in den Vertragsbedingungen fixiert sein und können im Zweifelsfall nachgelesen werden.