Permalink

off

Die richtige Berufsunfähigkeitsversicherung

Viele Arbeitnehmer verschwenden in jungen Jahren keine Gedanken an das allgegenwärtige Risiko der Berufsunfähigkeit. Nur jeder Fünfte verfügt über eine entsprechende Absicherung. Die einen verdrängen das Risiko und hoffen einfach, dass es sie nicht trifft und die anderen wiegen sich in falscher Sicherheit und vertrauen auf Vater Staat. Wer nach 1961 geboren wurde, hat aber im Ernstfall kaum noch etwas zu erwarten. Für diese große Gruppe sieht die gesetzliche Rentenversicherung nur noch eine kleine Rente vor.

Für die Betroffenen bedeutet die Berufsunfähigkeit eine soziale und finanzielle Katastrophe. Wer nicht mehr den erlernten Beruf ausüben kann, steht de facto ohne Berufsausbildung dar und muss sich häufig als Hilfsarbeiter verdingen. Jüngere Arbeitnehmer geraten dadurch schnell in existenzielle Nöte, insbesondere wenn sie ein Familie versorgen müssen oder ein Haus gebaut haben. Für ältere Betroffene ist die Berufsunfähigkeit oft gleichbedeutend mit dem Ende der Erwerbstätigkeit. Keine Frage, jeder Arbeitnehmer ist aufgerufen sich gegen die Berufsunfähigkeit abzusichern. Wer das Risiko als gering einschätzt, sollte sich einmal die diesbezüglichen Statistiken zu Gemüte führen. Seriöse Studien haben ergeben, dass knapp 25% der Arbeitnehmer im Laufe ihres Arbeitslebens die Fähigkeit verlieren ihren erlernten Beruf auszuüben. Die Berufsunfähigkeit also beileibe kein Einzelschicksal, umso wichtiger ist die private Vorsorge.

Eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung ist recht günstig zu haben, insbesondere wenn der Vertrag in jungen Jahren geschlossen wird und keine Vorerkrankungen bestehen. Die Arbeitnehmer sollten auf den Versicherungsschutz achten und eine Rente von mindestens 80% des gegenwärtigen Netto-Lohnes anstreben. Policen mit dynamischer ansteigender Rentenhöhe sind zu empfehlen, um die Inflationsverluste auszugleichen. Wichtig: Die Vertragslaufzeit sollte bis zum Eintritt in die gesetzliche Rente reichen, um Lücken in der Versorgung zu vermeiden. Eine gute Versicherung zahlt bereits, wenn ein Arzt die Berufsunfähigkeit bestätigt und die Beeinträchtigung für mindestens sechs Monate besteht. Wenig empfehlenswert sind Policen mit „abstrakter Verweisung“, sie erlauben der Versicherung die Leistung zu verweigern, wenn der Versicherte trotz Berufsunfähigkeit noch in einem anderen vergleichbaren Job arbeiten könnte.